Metadaten

Definition und Anwendung

Was sind Metadaten?

Metadaten sind strukturierte Daten, die andere Daten näher beschreiben. „Meta“ heißen die Daten deshalb, weil die zu beschreibenden Objekte selbst Daten sind. Es sind demnach „Daten über Daten“. Sie geben beispielsweise Auskunft über Herkunft und Aktualität von digitalen Objekten. Dabei handelt es sich um digitale Ressourcen, wie

  • Websites
  • Bilder
  • Videos und
  • PDFs.


Einige Daten werden bei der Erstellung des Objekts automatisch generiert. Andere Daten pflegt der Nutzer selbst. Hierbei spielen Metadatenmanager eine zentrale Rolle. Warum diese Daten so wichtig sind und welche Vorteile sie bieten, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Welche Informationen sind in den Metadaten enthalten?

Das hängt ganz von der Art der Ressource ab, also, ob es sich etwa um ein HTML-Dokument oder ein digitales Bild handelt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen technischen, beschreibenden und administrativen Metadaten.

Technische Daten: Sie werden von einem System oder Gerät in der Regel automatisch erzeugt.

Beschreibende Daten: Diese Art von Daten pflegen Sie als Nutzer, um zu dokumentieren, wer etwa ein Bild aufgenommen hat und was darauf zu sehen ist. Die Methode der Verschlagwortung leistet hierbei hilfreiche Dienste.

Administrative Daten: Hierbei handelt es sich um Verwaltungs- und Archivierungsdaten, die der Nutzer ebenfalls per Hand pflegt. Sie enthalten unter anderem urheberrechtliche Hinweise, Lizenzinformationen und Kontaktdaten.

 


Was sind Websites-Metadaten?

Die Meta-Daten einer Website, genauer gesagt die eines HTML-Dokuments enthalten Meta-Tags, wie „Title“ und „Description“. Diese sind wichtige Meta-Elemente einer Webseite und beschreiben in kompakter Form, welche Inhalte die Seite bereithält. Das hilft der Suchmaschine, die Seite besser einzuordnen, und zwar unabhängig vom Wortlaut der Headline. Verwenden Sie diese Tags, um Nutzer von Suchmaschinen zielgenau anzusprechen.


Meta-Title


Der Meta-Title enthält im Optimalfall eine prägnante Zusammenfassung des Seiteninhalts in wenigen Worten. Er hat Auswirkungen auf das Ranking und ist daher relevant fürs SEO. Der Meta-Title ist auf 70 Zeichen einschließlich Leerzeichen begrenzt.


Meta-Description


Obwohl sich die Meta-Description auf das Ranking einer Webseite nicht mehr unmittelbar auswirkt, erfüllt sie dennoch eine wichtige Funktion als deren Aushängeschild. Sie gehört zu den ersten Kontaktpunkten für einen potenziellen Besucher, nachdem er eine Suche gestartet hat. Dadurch beeinflusst die Meta-Description die Klickrate, was sich wiederum auf das Ranking auswirkt. Die Meta-Description ist auf 175 Zeichen einschließlich Leerzeichen begrenzt.


Was ist in Metadaten von Bildern zu finden?

Zu den grundlegenden Bilder-Metadaten gehören technische Bildinformationen wie

- Erstelldatum
- Bildgröße in Pixeln
- Horizontale Auflösung in dpi
- Vertikale Auflösung in dpi.

Ob an dem Bild weitere Daten wie Hersteller und Modell der Kamera oder des Smartphones zu finden sind, hängt von dem Aufnahmegerät und seinen Einstellungen ab. Diese eher technischen Informationen rufen Sie beispielsweise im Windows-Explorer per rechtem Mausklick über den Kontext-Menüpunkt „Eigenschaften“ ab.


Was ist mit inhaltlichen Bildinformationen?


Alle übrigen, nicht automatisch generierten Informationen wie

- Ersteller
- Schlagwörter
- Quelle
- Status
- Lizenzgeber und Dauer
- Verwendungszweck
- Artikelnummer
- Fotograf
- Aufnahmeort


ergänzen Sie über ein entsprechendes System, eine Digital Asset Management Software (DAM). Die Software unterstützt Sie dabei, Bilder (und natürlich auch Videos, Audios, Daten und Textbausteine) systematisch zu kategorisieren und mit Metadaten anzureichern.

 


Welche Meta-Informationen gibt es bei Videos?

Ebenso wie bei Bildern sind auch bei Videos technische Daten zu finden. Beim Objekttyp Video sind sie sogar besonders zahlreich. Zu den wichtigsten technischen Daten zählen

- Elementtyp (Videoformat)
- Größe des Videos in MB
- Länge
- Datenrate
- Bildbreite in Pixeln
- Bildhöhe in Pixeln
- Gesamtbildrate in kBit/s
- Einzelbildrate in Bildern/Sekunde

Zudem finden sich auch Audioinformationen wie

- Bitrate in kBit/s
- Kanäle (Anzahl)
- Abtastrate in kHz

um die Audioeigenschaften des Videos zu beschreiben.

 


Welche Vorteile bieten Metadaten?

Der Hauptvorteil ist die übersichtliche Strukturierung der Daten von digitalen Ressourcen. Objekte lassen sich durch eine entsprechende Indexierung leichter kategorisieren und sortieren. Für Sie bedeutet dies eine schnellere Auffindbarkeit von digitalen Ressourcen.

Im Finder oder Explorer sind Dateien bisher nur über den Dateinamen oder über die technischen Daten auffindbar und filterbar. Metadaten veredeln die Dateien und ergänzen sie um viele weitere Informationen, die Sie einfach durchsuchen können.


Verschlagwortung von Bildinformationen


Mit der Zeit sammeln an verschiedenen Orten im Unternehmen Bilder, die ähnliche Dinge zeigen. Die wichtigste Methode zur Kategorisierung von Bilddateien bietet die Verschlagwortung der Bildinhalte. Nutzen Sie Schlagworte in den Metadaten, um die Bildinformationen so genau wie möglich zu beschreiben und Bilder zu indexieren. Das erleichtert später das rasche Auffinden von Bildern mit ähnlichen Inhalten. Hierzu ein Beispiel:
 


Beispiel: Großhandel für Baumaterial

Angenommen Sie sind ein Unternehmen, das Baumaterialien für die Gestaltung von Gärten und Außenbereichen vertreibt. Ihr Produktportfolio umfasst Beläge für Garageneinfahrten und Terrassen, Gabionen, Zäune sowie weitere Artikel. Für die Gestaltung von Websites, Broschüren und Displays benötigen Sie regelmäßig Bilder, die den Einsatz von Artikeln Ihres Sortiments beispielhaft demonstrieren. Der Betrachter soll sowohl ein Bild vom aktuell beworbenen Artikel sehen, als auch durch ein Anwendungsbeispiel zum Kauf animiert werden.


Verwirrende Vielfalt an ähnlichen Bildern


Für Ihre wichtigsten Artikel und Artikelgruppen existiert eine Vielzahl von Bildern, die das betreffende Produkt „in Aktion“ zeigen. Das Problem: Verschiedene Bereiche des Marketings haben gelungene Schnappschüsse häufig kopiert und für verschiedene Kampagnen modifiziert. Das bedeutet: Ein und dieselbe Szene geistert in unterschiedlichen Varianten im Unternehmen herum und niemand weiß mehr, wo sich welche Variante gerade befindet. Dagegen hilft die systematische Verschlagwortung von Bildinformationen und der Einsatz einer Digital Asset Management Software.


Metadaten von Bildern auslesen


Das 4ALLPORTAL DAM verschafft Ihnen jederzeit einen umfassenden Überblick über im Unternehmen existierende Bilder. Indem es sämtliche Daten der Bilder ausliest, können Sie schnell und zielgenau passende Aufnahmen für Ihre geplante Anwendung finden.

 


So unverzichtbar ist ein DAM

Digitale Ressourcen sind für das Marketing unverzichtbar geworden. Mit der Zunahme an technischen und gestalterischen Möglichkeiten wächst deren Anzahl immer schneller ins Unermessliche. Marketing-Teams verbringen dadurch immer mehr Zeit damit, intern und extern nach passendem Bildmaterial und anderen digitalen Ressourcen zu suchen. Das bedeutet: Sie haben weniger Zeit für ihre Kernaufgaben, worunter ihre Produktivität leidet. Abhilfe schafft hier ein gezielter Einsatz eines DAMs, das für eine effektive Administration digitaler Ressourcen sorgt. Die zeitraubende Suche nach Bildern, Videos und PDFs gehört damit endlich der Vergangenheit an.


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Die häufigsten Fragen zu Metadaten

Was sind Metadaten?

Metadaten sind strukturierte Daten, die Dateien und Daten mit zusätzlichen Informationen anreichern. Gängig sind die technischen Metadaten, wie das Erstelldatum, Dateigröße und Dateiname. Über Software können Dateien mit weiteren Informationen angereicht werden, beispielsweise Kategorie, Dateityp, Schlagworte, Status und vieles mehr.

Für was werden Metadaten verwendet?

Metadaten sind immer dazu da, das digitale Asset (beispielsweise ein Bild, eine Website oder eigenständige Daten) mit Zusatzinformationen zu versorgen. Durch einen Seitentitel sagen Sie der Suchmaschine, was der Inhalt der Seite ist und durch ein DAM können Sie Fotograf, Aufnahmeort, Bildinhalt und vieles mehr hinterlegen.

Wer nutzt Metadaten?

Unternehmen, wie Privatpersonen nutzen Metadaten, aber in unterschiedlichem Ausmaß. Suchen Sie etwa ein Bild auf Ihrem Handy und filtern nach Erstelldatum, so nutzen Sie schon die Metadaten. Doch während eine Privatperson nur wenige Bilder durchsucht, muss ein Unternehmen oft tausende bis hunderttausende Dateien verwalten. Durch Metainformationen wird jede einzelne Datei zweifelsfrei wieder auffindbar.