10 Marketing-Trends für 2023

Der Handel der Zukunft geht klar in Richtung E-Commerce. Das macht sich auch in den Marketingtrends bemerkbar. Omnichannel, Instant Gratification und Mobile First sind einige der Begriffe, die Marketer bei ihren Marketingvorhaben in den nächsten Jahren begleiten werden. 

Wir haben in diesem Artikel zehn der wichtigsten Marketing-Trends 2023 für Sie zusammengefasst. 


1. Conversational Commerce

Conversational Commerce wird ab 2023 zum Must-have im Repertoire eines jeden Marketers. Das Marketing der Zukunft zielt vermehrt darauf ab, mit der Kundschaft in einen direkten, „echten“ Dialog zu treten und über die Konversation zum Kauf zu bewegen

Ein Trend, den Sie dabei berücksichtigen sollten, ist Instant Gratification. Kunden und Kundinnen erwarten heute, dass ihre Bedürfnisse und Wünsche sofort und unkompliziert erfüllt werden. Die Produkte im Onlineshop sind am besten sofort lieferbar und morgen schon da. Der Kundenservice ist 24/7 erreichbar und liefert in wenigen Minuten eine Antwort. 

Diese Anforderungen erfüllen Sie mithilfe von moderner Technologie: 

  • Instant-Messenger, die Ihnen eine Real-Time-Kommunikation ohne Verzögerung ermöglichen 

  • Chat- und Service-Bots, die mithilfe künstlicher Intelligenz voll automatisiert Lösungen anbieten 

  • Sprachassistenten und Voice-Bots, die über Spracherkennung mit Kunden und Kundinnen Gespräche führen 

Die Highlights von Conversational Commerce

Conversational Commerce hat viele Vorteile. Über die direkte Interaktion lernen Sie Ihre Zielgruppen besser kennen und können auf ihre individuellen Bedürfnisse reagieren. Über Konversation bauen Sie zudem eine vertrauensvolle, emotionale Bindung auf. 

Um Ihren Kundenservice zu entlasten, bieten sich Chatbots an. Diese beschleunigen und automatisieren die Kommunikation. Durch Machine Learning werden die Bots mit der Zeit immer besser und liefern Ihnen viele wertvolle Informationen über Ihre Kunden und Kundinnen. Diese können Sie für personalisierte digitale Marketing-Kampagnen nutzen. 

Übrigens: Der Trend betrifft nicht nur B2C-Unternehmen. B2B-Kundschaft nutzt heute dieselben Kanäle wie B2C-Käufer und -Käuferinnen und hat ähnliche Anforderungen an die User Experience. 


2. Voice Commerce

Laut der Smart Speaker & Voice Studie 2021-2022 der Digitalagentur Beyto nutzen über die Hälfte der über 18-Jährigen mindestens gelegentlich Voice Search. Mithilfe von Sprachassistenten wie Alexa, Cortana und Siri finden sie im Internet Antworten auf all ihre Fragen, ohne dass sie dafür Tastatur, Maus und umständliche Suchtools bemühen. Stattdessen setzen sie einfach ihre Sprache ein. 

Immer mehr Menschen nutzen Sprachbefehle darüber hinaus, um online nach Produkten zu suchen und zu kaufen. Um den Marketing-Trend Voice Commerce weiter anzukurbeln, sollte die aktuelle Spracherkennungstechnologie jedoch noch optimiert werden. Ziel ist, die Interaktion mit den Sprachassistenten möglichst menschlich zu gestalten und Vertrauen aufzubauen. 

Die Highlights von Voice Commerce

Voice Commerce macht Online-Shopping besonders bequem und einfach. Mithilfe der Sprachassistenten lassen sich die Kauferlebnisse zudem personalisieren: Der Sprachassistent analysiert das Verbraucherverhalten und lernt von seinen Nutzern und Nutzerinnen. 


3. Programmatic Print

Personalisierte Werbung ist ein Marketing-Trend, den Sie wahrscheinlich hauptsächlich aus dem Online-Marketing kennen. Mithilfe von Programmatic Print lassen sich einfach individualisierte (Print)-Kampagnen erstellen – und das völlig automatisch. 

Das gelingt über Smart Templates, die sich die Analyse-Daten aus dem Web zunutze machen und mit Daten und Dateien aus Ihrem Digital Asset Management System (DAM) gefüllt werden. 

Programmatic Print ist beispielsweise ideal, um Warenkorbabbrecher zu reaktivieren: Legt ein Onlineshop-Besucher Produkte in den Warenkorb und verlässt ihn wieder, ohne einen Kauf abzuschließen, löst das einen Trigger aus. Dieser Trigger führt dazu, dass in einem Template bestimmte Inhalte, wie Texte und Bilder, (mithilfe des DAM) ausgetauscht werden und ein individualisiertes Mailing verschickt wird. Dieses erinnert den Onlineshop-Besucher daran, dass noch Waren im Warenkorb liegen. Außerdem bekommt er einen Gutscheincode für einen kostenlosen Versand mitgeliefert. 

Weitere Anwendungsfälle für Programmatic Print sind: 

  • Klassische Dialogpost 

  • Beileger in Versandpaketen 

  • Auszugskataloge 

Die Highlights von Programmatic Print

Programmatic Print ermöglicht Ihnen einen persönlichen Dialog mit Ihrer Kundschaft über alle Kanäle – auch offline. 

Unterschätzen Sie selbst in der heutigen digitalen Welt nicht die Wirkung von analogen Werbematerialien: Die CMC DIALOGPOST-Studie 2020 der Deutschen Post kam zu dem Ergebnis, dass Print-Mailings, also der postalische Versand von Werbematerialien an Bestandskunden, eine durchschnittliche Conversion Rate von 4,9 Prozent erzielen. 

Lesen Sie in unserem Blog, wie Sie mithilfe von Web-to-Print einfach und kostengünstig individualisierte Printprodukte erstellen. 


Warum sich ein DAM-System für Ihr Unternehmen lohnt


4. Visual Commerce

Das Marketing von morgen lebt von Bildern. Visual Commerce oder visuelles Marketing nutzt das volle Potenzial der Bildsprache, um die Kundschaft zu begeistern. 

Folgende Technologien werden Ihnen in den Online-Marketing-Trends 2023 begegnen: 

  • 3D-Produktvisualisierung: 360-Grad-Ansichten machen Produkte aus allen Perspektiven erlebbar. 

  • Visuelle Produktkonfiguration: Ob Farben oder Materialien – mithilfe von Konfigurationstools stellen sich Kunden und Kundinnen individualisierte Produkte nach ihren Anforderungen zusammen. 

  • Augmented Reality (AR): Das Produkt lässt sich digital in einer Umgebung der Wahl platzieren. Dadurch verschaffen sich Kunden und Kundinnen einen Eindruck davon, wie Ihr Produkt funktioniert. 

Die Highlights von Visual Commerce

Das menschliche Gehirn verarbeitet Bilder 60.000-mal schneller als Texte. Bilder bleiben uns auch besser im Gedächtnis. Arbeiten Sie im Rahmen Ihres Marketings daher mit möglichst vielen visuellen Stützen. So können sich Ihre Kunden und Kundinnen Ihre Produkte besser vorstellen und sie direkt im Gebrauch erleben. 


5. Video-Content-Marketing

Der Trend zur Bildsprache zeigt sich auch in den Content-Marketing-Trends: Ob Instagram Reels, TikTok-Videos oder YouTube Shorts – Videos sind aktuell das Format der Wahl, da sie sich schnell konsumieren lassen und leicht verdaulich sind. Zu den gefragtesten Inhalten zählen unter anderem Produktvideos, Q&As und Tutorials. Auch Video-Podcasts, analog zu Audio-Podcasts, liegen voll im Trend. 

Die Highlights von Video-Content-Marketing

Mit bewegten Bildern lassen sich komplexe Inhalte verständlich aufbereiten. Nutzen Sie die interaktiven Funktionen und Live-Videos, um das Publikum aktiv einzubinden. Videos sind zudem ideal, um Ihre Thought-Leadership aufzubauen und Influencer-Marketing zu betreiben. 

Apropos Influencer-Marketing: Setzen Sie auf Micro-Influencer-Marketing. Der große Vorteil: Micro-Influencer haben zwar weniger Follower (zwischen 1.000 und 100.000), jedoch besteht das Publikum mehr aus Peers als aus Fans. Diese Peer-to-Peer-Beziehung ist wesentlich persönlicher und vertrauensvoller – die besten Voraussetzungen für ein authentisches Marketing. 


6. Virtuelle Events

Spätestens seit der Corona-Pandemie sind virtuelle Events als Marketingstrategie im Vormarsch. Virtuelle Events sind Veranstaltungen, die komplett im digitalen Raum stattfinden. Hybride Events verbinden digitale und analoge Elemente. Neben Messen lassen sich auch Tagungen, Konzerte oder Community-Events virtuell austragen. 

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom setzten 47 Prozent der Unternehmen 2020 erstmals digitale bzw. hybride Messen um. Drei Jahre später sind virtuelle Veranstaltungen nicht mehr aus dem Event-Marketing wegzudenken. Technologien wie Augmented Reality, Virtual Reality und Metaverse bringen Ihr Marketing auf ein neues Level – und einen Schritt weiter in die Zukunft. 

Die Highlights von virtuellen Events

Der große Vorteil von virtuellen Events ist, dass Sie bei der Planung und Durchführung viele Ressourcen sparen. Es entfallen Kosten für die Anmietung einer Location, für die Anreise und Sie sparen beim Druck von Werbematerialien. 

Zudem haben Sie digital eine höhere Reichweite. Menschen aus der ganzen Welt können leichter an den Veranstaltungen teilnehmen. Bei der Gestaltung können Sie Ihrer Kreativität dank der modernen Technologien freien Lauf lassen und einzigartige Events kreieren, wie es sie noch nie gegeben hat. 

Übrigens: Über entsprechende Eventplattformen analysieren Sie das Verhalten der Teilnehmenden und messen den Erfolg Ihrer Veranstaltung. Die Erfolgskontrolle von Marketing-Kampagnen folgt ganz dem Trend des Performance-Marketings


7. Social Commerce & Discovery Commerce

Die sozialen Medien waren in den Marketing-Trends 2022 bereits stark vertreten und bleiben auch 2023 ein heißes Thema im Online-Marketing. Der Fokus liegt hier auf Social Commerce, dem Verkauf über Social-Media-Plattformen. Laut einer Studie von Accenture könnte sich der Social-Commerce-Umsatz bis 2025 verdreifachen. 

Ein weiterer Trend, der damit direkt zusammenhängt, ist Discovery Commerce. Bei dieser Marketingstrategie sollen nicht die Kunden und Kundinnen nach passenden Produkten für sich suchen. Stattdessen finden die Produkte die passende Kundschaft. Potenzielle Käufer und Käuferinnen stoßen beim Scrollen durch ihre Social-Media-Feeds auf die Produkte und können sie dort direkt einkaufen. 

Die Highlights von Social Commerce

Die Kunden und Kundinnen schließen den Kauf Ihrer Produkte über die direkte Kaufoption ab, ohne die Seite bzw. App verlassen oder erst einen komplizierten Bestellvorgang einleiten zu müssen. Einen großen Einfluss hat bei Social Commerce das Thema Social Proofing: Potenzielle Kunden und Kundinnen orientieren sich bei der Kaufentscheidung an den Handlungen und Empfehlungen anderer. 

Beachten Sie daher die Macht von Kundenrezensionen und unterstützen Sie den Verkaufsprozess mit Social Selling: Bauen Sie durch authentische Interaktionen mit den Social-Media-Nutzern und -Nutzerinnen intensive und langfristige Kundenbeziehungen auf. 

Übrigens: Der Trend geht zum Direct-to-Consumer-Vertrieb (D2C). Wenn Sie als Hersteller Ihre Produkte direkt ohne Zwischenhändler vertreiben, haben Sie volle Kontrolle über Ihre Marke. Zudem bauen Sie stärkere Kundenbindungen auf und sammeln wertvolle Informationen und Daten über die Verbraucher und Verbraucherinnen. 


8. Omnichannel-Marketing

Multichannel Commerce, der Vertrieb über diverse Vertriebskanäle und Marktplätze, ist schon seit Längerem gang und gäbe. Einen Schritt weiter geht einer der Marketing-Trends 2023: Omnichannel-Marketing. Ziel ist es, alle Vertriebskanäle, online und offline, zu bedienen und zu verknüpfen. 

Noch einen Schritt weiter geht Unified Commerce: Nutzen Sie CRM-Plattformen, Helpdesk-Software oder andere Lösungen, um all Ihre Kanäle zentral über eine Plattform zu verwalten. 

Die Highlights von Omnichannel-Marketing

Dr. Karsten Wildberger, der CEO von CECONOMY und MediaMarktSaturn, nennt Omnichannel in der Google Omnichannel Excellence Study (GOES) 2022 die „Zukunft des Handels“. Omnichannel sorgt für eine einheitliche Customer Journey sowie eine konsistente Brand-Identität auf allen Kanälen. 


9. Progressive-Web-Apps (PWA)

Mobile First ist die Devise, die uns die nächsten Jahre begleiten wird. Webseiten, Onlineshops und Social-Media-Plattformen werden heutzutage vorwiegend über mobile Endgeräte genutzt. Daher ist es sinnvoll, bei der Konzeption von Webseiten die für mobile Endgeräte optimierte Version in den Fokus zu stellen. Auch Suchmaschinen bevorzugen Seiten, die „mobile-friendly“ sind. 

Diesen Mobile-First-Ansatz verfolgen Progressive-Web-Apps (PWA). Dabei handelt es sich um spezielle Browser-Anwendungen für Mobilgeräte, die wie eine App funktionieren. 

Die Highlights von Progressive-Web-Apps

Progressive-Web-Apps vereinen die Vorteile mobiler Apps und klassischer Webseiten. Sie werden ganz ohne Download über alle gängigen Browser und unabhängig vom Betriebssystem aufgerufen. Gleichzeitig sind sie leicht zu bedienen, fördern das Kundenengagement und sorgen für ein verbessertes Kundenerlebnis. 


10. Headless CMS und Headless Commerce

Mit Headless Commerce ist der Aufbau von Webseiten gemeint, bei dem Front- und Backend voneinander getrennt werden. Ein Headless CMS ist ein Content-Management-System, das nur ein Backend hat und lediglich als Repository dient. Das heißt, Sie verwalten darüber Ihren Content, den Sie über APIs (Schnittstellen) an unterschiedliche Frontends und Kanäle ausspielen. 

Über APIs holen Sie ebenso Daten aus unterschiedlichen Systemen, zum Beispiel aus Ihrem Master Data Management oder Digital Asset Management System (DAM). So lassen sich sogar ganze Webseiten aufbauen. 

Die Highlights von Headless Commerce

Der große Vorteil von Headless Commerce ist, dass Sie das Frontend Ihrer Webseiten und Onlineshops völlig unabhängig vom Backend anpassen können. Dadurch sind Sie sehr flexibel und betreiben effizientes Omnichannel-Marketing. Sie pflegen all Ihre Daten zentral und einmalig und spielen Sie dann passend für die unterschiedlichen Kanäle aus.  

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Headless CMS keinen überflüssigen HTML-Code hat, wie es oft bei Baukasten-Systemen wie dem WordPress-Plug-in Elementor der Fall ist. Dadurch ist Ihre Webseite ultraschnell und hat Bestwerte bei den Core Web Vitals. Somit hat ein Headless CMS einen positiven Einfluss auf die Nutzererfahrung. 


Fazit: Das zeichnet das Marketing der Zukunft aus

Die Marketing-Trends 2023 zielen in erster Linie darauf ab, die User Experience zu verbessern. Nutzen Sie alle verfügbaren Kanäle, um mit Ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten und diese zur Interaktion einzuladen. Seien Sie dabei konsistent und authentisch. Betreiben Sie Content-Marketing, das begeistert. Nutzen Sie Visualisierungen und moderne Technologien wie Augmented Reality für einzigartige Kundenerlebnisse. 

Vergessen Sie bei all den Digitales-Marketing-Trends nicht, auch die Offline-Kanäle zu bedienen. Das Erfolgsmodell „Click and Collect“, bei dem Kunden und Kundinnen Produkte online bestellen und dann vor Ort im Geschäft abholen, hat gezeigt, dass die sinnvolle Kombination von Vertriebskanälen bei der Kundschaft ankommt. 


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