Marketing-Trends 2021: Diese Entwicklungen sollten Sie kennen

Marketing-Trends 2021: Diese Entwicklungen sollten Sie kennen

Die anhaltende Corona-Krise zwingt Unternehmen, neue Wege zu gehen. Für die meisten Branchen führt kein Weg an einem massiven Ausbau digitaler Prozesse und Angebote vorbei. Auch das Marketing darf sich der pandemiebedingten Veränderung des Kundenverhaltens nicht entziehen. Wer seine Zielgruppe nach wie vor optimal erreichen möchte, muss strategische Anpassungen vornehmen. Schneller, qualitativ hochwertiger, individueller und digitaler: So lautet hierbei die Kurzzusammenfassung. In diesem Kontext werden bestimmte Marketing-Trends im Jahr 2021 besonders relevant sein. Dieser Artikel beleuchtet, welche Entwicklungen das Geschehen bestimmen werden.


Die Top 7 Marketing-Trends 2021 im Überblick

In diesem Beitrag haben wir die folgenden Marketing-Trends für 2021 herausgegriffen:

  • 1.Purpose und Nachhaltigkeit
  • 2.Marketing-Automatisierung
  • 3.Künstliche Intelligenz
  • 4.Datenschutz und DSGVO-Konformität
  • 5.Content-Marketing: durchgängige, hochwertige Inhalte
  • 6.Content Recycling
  • 7.Digital Asset Management als zentrale Content-Plattform

Betrachten wir diese Aspekte nun im Detail.

 

 


1. Purpose und Nachhaltigkeit

Purpose (zu deutsch „Daseinszweck“) ist eines der wichtigsten Marketing-Schlagwörter 2021. Beim „Purpose Driven Marketing“ führen Unternehmen Kampagnen durch, bei denen sie sich glaubwürdig, transparent, ehrlich und emphatisch zu folgenden Fragestellungen positionieren:

  • Für welche Werte steht das Unternehmen?
  • Welche Probleme löst es?
  • Wozu existiert die Organisation?
  • Wie möchte sie mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern umgehen?

Natürlich müssen Fragen dieser Art zunächst intern geklärt, strategisch ausgearbeitet und authentisch gelebt werden. Gelingt dies jedoch, so lassen sich Marketing-Kampagnen realisieren, die eine starke Differenzierung vom Wettbewerb ermöglichen. Auch die Kundenloyalität, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärke der eigenen Marke lassen sich mit Purpose Driven Marketing steigern. Ein Beispiel ist Chanel. Das Mode-Label hatte inmitten der Krise eine entsprechende Kampagne gestartet, bei der die Mitarbeiterinnen Masken statt Designer-Kleidung nähten. Werte vor Wachstum: So könnte man das neue Marketing-Leitbild zusammenfassen.

In engem Zusammenhang mit dem Daseinszweck steht zudem das Thema Nachhaltigkeit. Es rückt immer mehr ins Bewusstsein der Verbraucher und bestimmt zunehmend die Kaufentscheidung. Im Jahr 2021 werden daher umweltfreundliche Vorgehensweisen von Unternehmen noch stärker im Fokus stehen. Das betrifft den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Emissionen ebenso wie das faire gesellschaftliche Verhalten.

2. Marketing-Automatisierung

Im Zuge der Corona-Krise sind die Themen Digitalisierung und Automatisierung noch stärker in den Vordergrund gerückt. Im Jahr 2021 wird sich diese Entwicklung fortsetzen - auch im Marketing. Allgemein geht es bei der Marketing-Automatisierung darum, Mitarbeiter von wiederkehrenden Routineaufgaben zu entlasten und somit für Effizienz zu sorgen.

Marketing Automation Software ist beispielsweise in der Lage, folgende Aktivitäten zu übernehmen:

  • E-Mails versenden
  • Leads segmentieren
  • Leads bewerten
  • (Individuelle) Inhalte veröffentlichen
  • Userverhalten analysieren und vorhersagen

3. Künstliche Intelligenz

In enger Verbindung mit der Marketing-Automatisierung steht künstliche Intelligenz - ein weiterer Marketing-Trend, der das Jahr 2021 mitbestimmen wird. Die Relevanz von KI im Marketing steigt fortlaufen und die Einsatzmöglichkeiten werden größer. So helfen KI-basierte Lösungen Unternehmen dabei, vorliegende Daten zum Kundenverhalten wesentlich besser und genauer zu analysieren. Auf dieser Basis ist es dann möglich, Angebote zu verbessern und schnell auf veränderte Anforderungen zu reagieren. Mehr noch: Es lassen sich individuell passende Produktangebote und -empfehlungen vollautomatisch ausspielen. Gleiches gilt für die Platzierung von Content und Werbemaßnahmen. Kurz: Durch KI lässt sich das „Gießkannenprinzip“ im Marketing durch gezielte Maßnahmen ersetzen, ohne den Aufwand massiv zu erhöhen.


4. Datenschutz und DSGVO-Konformität

Trotz aller Chancen, die sich durch software-gestützte Personalisierung ergeben, dürfen Unternehmen den Datenschutz nicht aus dem Blick verlieren. Und nach wie vor haben viele Verbraucher bedenken, wenn es um die kommerzielle Nutzung ihrer persönlichen Daten geht. Unabhängig davon sind natürlich weiterhin die strikten Vorgaben der EU-DSGVO zu beachten.

Sicherheitsbedachte Unternehmen sollten in diesem Kontext kritisch hinterfragen, wo sie ihre Daten speichern. Gerade bei Cloud-Lösungen (SaaS) sind Server in europäischen Rechenzentren allgemein die sicherste Wahl. Dies gilt umso mehr, seit das Privacy-Shield-Abkommen zwischen den USA und der EU im vergangenen Jahr gekippt wurde.

5. Content-Marketing: durchgängige, hochwertige Inhalte

Das Content-Marketing wird auch im Jahr 2021 hohe Relevanz haben. Allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt auf die Verwendung durchgängiger, zusammenhängender Inhalte. Das übergeordnete Ziel ist es hierbei, kontinuierlich Vertrauen bei den Kunden aufzubauen, sodass sie zu wiederkehrenden Nutzern werden. Im Laufe dieser „Reise“ sollten die Nutzer kontinuierlich von den Inhalten lernen und ein solides Informationslevel aufbauen, auf dessen Basis sie letztlich eine Kaufentscheidung treffen. Um dies zu realisieren, müssen unter Einbeziehung aller relevanten Fachabteilungen neue Content-Strategien entwickelt werden. Ebenso müssen die Verfasser der Inhalte hochspezialisiert sein.

Weitere Content-Marketing-Trends für 2021 sind die folgenden:

  • Schaffung umfangreicher, qualitativ hochwertiger Inhalte, die wiederverwendbar sind (siehe „6. Content Recycling“)
  • Verstärkte Nutzung von Multimedia-Inhalten (Live-Videos, Podcasts etc.) über verschiedene Plattformen 
  • Verwendung von nutzergenerierten Inhalten
  • Veränderungen im SEO-Bereich genau beobachten und berücksichtigen
     

6. Content Recycling

Der Aufbau von längerem, hochwertigem Content liegt 2021 im Trend. Damit der Aufwand jedoch weiterhin im Verhältnis zum Nutzen steht, sollten Unternehmen auf die Wiederverwendbarkeit von Inhalten Wert legen. Diese Wiederverwendung wird auch Content Recycling genannt. Hierbei wird jedes Thema nur einmal recherchiert und im Anschluss für die verschiedenen Marketing-Kanäle aufbereitet.

In der Praxis kann das folgendermaßen aussehen: Ein Interview mit einem Kunden wird im Blog veröffentlicht, erscheint als gekürzter Beitrag im E-Mail-Newsletter und wird in seiner Kernaussage auch in den sozialen Netzwerken verwendet. Außerdem erfolgt eine Veröffentlichung als YouTube-Video und Podcast in voller Länge.

Aus technischer Sicht ist für das Content Recycling ein gutes Datenmanagement erforderlich. Denn es müssen nicht nur die Inhalte passgenau in die einzelnen Kanäle ausgespielt werden. Es gilt auch, die Zusammenhänge abzubilden und effizient zu verwalten.

7. Digital Asset Management als zentrale Content-Plattform

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass quasi von heute auf morgen ganze Belegschaften in das Homeoffice umgezogen sind. Teams waren also plötzlich voneinander getrennt und zudem mit einer dezentralen IT-Infrastruktur konfrontiert. Für Marketing-Abteilungen ergaben sich daraus mehrere Herausforderungen. Zunächst galt es, die Kommunikation innerhalb des Teams und auch mit externen Partnern aufrechtzuerhalten. Dies ließ sich mehr oder weniger gut über Kollaborations- und Meeting-Plattformen lösen.

Die größere Problematik lag darin, allen Beteiligten unabhängig von Ort und Zeit Zugriff auf marketingrelevante Daten - insbesondere auf digitale Assets - zu gewähren. Obwohl mittlerweile abzusehen ist, dass die erreichte Flexibilisierung der Arbeit auch nach der Krise bleiben wird, haben viele Unternehmen immer noch keine zufriedenstellende Lösung für dieses Problem gefunden. Nach wie vor kommen Provisorien wie Filesharing-Dienste zum Einsatz - Ansätze, die fehlerbehaftet, schwerfällig und unsicher sind.

Eines der vorrangigen Marketing-Ziele für 2021 muss es daher sein, eine zentrale Plattform für die Verwaltung von Marketing-Material zu realisieren, auf die alle Prozessbeteiligten zugreifen können. Als „Content-Hub“ dieser Art eignet sich am besten eine Digital Asset Management (DAM) Software. Denn DAM-Systeme ermöglichen nicht nur eine zentrale Verwaltung aller Arten von Assets (Bilder, Videos, Texte, Präsentationen und viele mehr), sie erleichtern mit ihren starken Suchfunktionen auch das Auffinden der richtigen Dateien erheblich. Ebenso stellen sie sicher, dass auch bei dezentralen Team geregelte Prozesse eingehalten werden.

Im Übrigen kann nicht nur das Marketing vom Einsatz einer DAM-Software profitieren, sondern jeder Unternehmensbereich, der digitale Assets nutzt. Hierzu zählen etwa das Produktmanagement, der Vertrieb, die Unternehmenskommunikation und der PR-Bereich.


Fazit: Kundenzentrierung und weitere Digitalisierung im Fokus

Betrachten wir die Marketing-Trends 2021 zusammenfassend, so zeichnet sich folgendes Bild: Unternehmen, die Werte in den Vordergrund stellen und sich gleichzeitig konsequent an den individuellen Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren, werden die größten Erfolge feiern. Die Basis hierfür ist eine weitere Ausweitung von Digitalisierungsmaßnahmen. So gilt es, Marketingprozesse software-gestützt zu automatisieren und das Kundenerlebnis mithilfe künstlicher Intelligenz weiter zu verbessern. Beim Thema Content-Marketing rücken Durchgängigkeit, Qualität und Wiederverwendbarkeit in den Fokus. Keinesfalls sollten Unternehmen zudem den Trend zu Remote-Work aus dem Blick verlieren. Denn all die zuvor genannten Ziele lassen sich nur mit Systemen erreichen, die eine reibungslose Zusammenarbeit ermöglichen und benötigte Daten über räumliche und organisatorische Grenzen hinweg komfortabel bereitstellen.


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